Dina
Feldheim

Dina – genannt „Dilla“ – bereicherte Fulda mit Theater und Kultur

Geboren am 24. April 1883 in Fulda.

Dinas Familie war tief in Fulda verwurzelt: Vater Adolf Katzenstein stammte aus Eschwege, die Familie ihrer Mutter Dora Spiro war seit dem 15. Jahrhundert in Fulda ansässig.

Am 18. Januar 1908 heiratete Dina Jakob Feldheim aus Graudenz. Die Hochzeit fand in Fulda statt. Das Paar bekam vier Kinder: Dora (1909), Sitta (1911), Arno (1913) und Martha (1915). 

Geborgenheit und Tradition

Dina wuchs in einem warmherzigen Elternhaus auf und lebte mit Jakob ein eng verbundenes Familienleben, das tief in jüdischen Traditionen verwurzelt war. Das Paar lebte zunächst in der Rabbinervilla, Schildeckstraße 12, später in der Bahnhofstraße 21. Am 24. Februar 1939 mussten sie aufgrund der nationalsozialistischen Zwangsgesetze in das jüdische Altersheim in der Schildeckstraße 10 ziehen.

Kulturelles und soziales Engagement

Dina, liebevoll Dilla genannt, war kulturell engagiert. Sie brachte gemeinsam mit jüdischen Freundinnen bei verschiedenen Anlässen Theaterstücke in Fulda zur Aufführung. Darüber hinaus setzte sie sich mit großer Hingabe für die jüdischen Bewohnerinnen des Altenheims St. Lioba ein und betreute sie auch nach dem Zwangsumzug in die Schildeckstraße 10.

Dina wurde am 18. Mai 1944 in Auschwitz ermordet.

Adressen in Fulda:

› Bis 1908: Mittelstr. 36
› 1908 – 1918: Schildeckstr. 12
› 1918 – 24. Februar 1939: Bahnhofstr. 21, 2. Stock
› Zwangsumzug am 24. Februar 1939 in das Jüdische Altenheim 
(eines der sogenannten Judenhäuser, in welches Jüdinnen und Juden vor ihrer Deportation gezwungen wurden)

Basierend auf dem nebenstehenden Originalfoto sind alle gezeigten Darstellungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz rekonstruiert worden.

Verwurzelt in Fulda

Dina Feldheim kam 1883 in Fulda zur Welt und wuchs in einer Familie mit tiefen Wurzeln in der Stadt auf. Ihr Vorfahre, Lipmann Trepp, ein Arzt, hatte 1497 Fulda erreicht und als einer der ersten jüdischen Mediziner die Stadt nachhaltig gestaltet. Dieses Erbe prägte auch Dinas Leben und ihren Einsatz für die Gemeinschaft.

Kulturelles Engagement

In der jüdischen Gemeinde Fulda engagierte sich Dina besonders im kulturellen Bereich. Ihr Wirken in der Theatergruppe der Gemeinde machte sie bekannt. Das Theater war weit mehr als ein Hobby: Es förderte den kulturellen Austausch, stärkte den Zusammenhalt und hielt jüdische Traditionen lebendig. Ein historisches Foto zeigt Dina mit anderen Frauen der Gruppe – ein Symbol für die Bedeutung dieser Arbeit in einer Zeit, in der jüdisches Leben immer stärker bedroht wurde.

Fürsorge im Liobaheim

In der jüdischen Gemeinde Fulda engagierte sich Dina besonders im kulturellen Bereich. Ihr Wirken in der Theatergruppe der Gemeinde machte sie bekannt. Das Theater war weit mehr als ein Hobby: Es förderte den kulturellen Austausch, stärkte den Zusammenhalt und hielt jüdische Traditionen lebendig. Ein historisches Foto zeigt Dina mit anderen Frauen der Gruppe – ein Symbol für die Bedeutung dieser Arbeit in einer Zeit, in der jüdisches Leben immer stärker bedroht wurde.

1938 zwang man die Bewohner des Siechenheims, in das jüdische Altenheim in der Schildeckstraße 10 umzuziehen. Auch dort blieb Dina eine verlässliche Stütze und kümmerte sich unermüdlich um die Menschen, die ihrer Hilfe bedurften.

Das Ende einer 500jährigen Geschichte

Am 30. Mai 1942 deportierte Fuldaer SS, Gestapo und Polizei Dina Feldheim und ihre Pfleglinge. Mit ihrer Verschleppung endete nicht nur ihr Wirken, sondern auch die über 550-jährige Geschichte ihrer Familie in Fulda. Dinas Leben steht für kulturelle Stärke, menschliche Wärme und die Fürsorge, die das jüdische Leben in Fulda über Jahrhunderte geprägt hatte.

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